„Du bist ein Gott, der mich sieht“ – 20 Jahre Hospizarbeit in Albstadt gewürdigt
Albstadt – Mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst hat die ambulante Hospizgruppe Albstadt ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Leitwort „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (1. Mose 16,13) wurde in der sehr gut besuchten Kirche nicht nur das beeindruckende Engagement der Ehrenamtlichen gewürdigt, sondern auch die zentrale Bedeutung der Hospizarbeit für Albstadt hervorgehoben.
Frau Pfarrerin Gisela Dreer und Herrn Diakon Weimer führten gemeinsam durch den festlichen Gottesdienst. Die Lesung vom barmherzigen Samariter unterstrich eindrucksvoll, wie wichtig Mitgefühl, Nähe und Achtsamkeit im Umgang mit Leidenden sind. Musikalisch brillierte Herr Dr. Steffen Mark Schwarz an der Renschorgel und brachte deren reiche Klangpalette eindrucksvoll zur Geltung.“ Der Bariton Hannes Nedele begleitete ihn mit berührenden Gesangseinlagen. Besonders das Zwischenstück „Somewhere“ mit Begleitung am Flügel sorgte bei vielen Anwesenden für einen Gänsehautmoment.
Laut Studien entscheidet sich innerhalb von 3,3 Sekunden, ob uns ein Mensch sympathisch ist“, mit diesem Satz stieg Frau Pfarrerin Gisela Dreer in die Predigt, zum Text „Du bist ein Gott, der mich sieht“, ein. Sie betonte die kraftvolle Zusage: Du bist nicht allein. Einfühlsam stellten sie die Verbindung zur Arbeit der Hospizgruppe her – einer Arbeit, die den Menschen in ihrer letzten Lebensphase Zuwendung, Würde und Begleitung schenkt.
Auch Ehrenamtliche kamen zu Wort und gaben in kurzen Beiträgen persönliche Einblicke in ihre Arbeit – Momente voller Tiefe, Echtheit und Dankbarkeit. In den Fürbitten wirkten ebenfalls mehrere Ehrenamtliche mit.
Im Anschluss an den Gottesdienst folgte der oXizielle Festakt mit Grußworten. Die Einsatzleitungen Frau Birgit Beck und Frau Ulrike Fischer gaben Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Hospizgruppe. Dabei machten sie deutlich, wie wertvoll diese Arbeit für die Stadt Albstadt und wie unverzichtbar der Einsatz der Ehrenamtlichen Mitarbeiter ist.
Von der Kommunalen Ebene gab es ein Grußwort von Herrn Link, Sozialdezernent vom Landratsamt Balingen, sowie ein Beitrag von Frau Silvia Häfele vom Hospiz-und Palliativ Verband Baden-Württemberg. Sie unterstrichen die Bedeutung der Hospizarbeit auch auf kommunaler und landesweiter Ebene. Herrn Diakon Weimer, als Vertreter der Trauergruppe, rundete die Grußworte mit einfühlsamen Gedanken von Vinzenz von Paul ab, die das Selbstverständnis der Hospizarbeit auf spirituelle Weise vertieften.
Im Anschluss wurden Frau Gabriele Knupe für 20 Jahre und Frau Silke Filippello für 10 Jahre ehrenamtlichen Hospizarbeit geehrte.
Alle anwesenden Ehrenamtlichen erhielten als Dankeschön vom Förderverein der Hospizgruppe eine Rose, sowie das Buchgeschenk „Am Ende zählt das Jetzt“
Den festlichen Abschluss bildete ein Sektempfang mit einem liebevoll von den Ehrenamtlichen
selbst zubereiteten Buffet. In entspannter Atmosphäre bot sich die Gelegenheit für persönliche Gespräche, Austausch und Rückblick auf zwei Jahrzehnte gelebter Menschlichkeit.